„HipHop mit Herz – Ohne Titten, wackelnde Ärsche und Gangsta-Attitüde, aber glücklicherweise auch ohne Beat und Punchline dabei zu vergessen.“ Sun of a Gun „[...] verließen nun schon vor einer Weile die klassischen Genre-Grenzen und wandeln seither auf poppigen Spuren jenseits von reinem Sprechgesang, aber inklusive echter Gitarren und Melodien, die ins Ohr gehen. Das alles wird gepaart mit schönstem Rostocker Lebensgefühl, intelligenten Texten, Charme und einer gewissen, extravaganten Coolness […].“ (Elisabeth Woldt, HEULER-Studentenmagazin No. 94, 2011)
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Die Rostocker Formation Sun of a Gun ging aus der ehemaligen Mecklenburger HipHop-Formation „StylesDelivery“ hervor, da der gegenwärtige Spielplatz den beiden Jungs Tom und Flo zu eng und staubig wurde. Es sollte frischer Pop her, mehr als Rap, HipPop oder irgendwie sowas, dass klingt, als könnte man eine Schublade dafür erfinden.
Also machten sich die beiden auf den Weg hin zum Sprechgesang und reinen Gesang, gemischt mit Rap-Strophen in der bislang praktizierten Form. Nach diversen Projekten mit unter anderem Joe Rilla (Aggro Berlin) und Maschine von den Puhdys im Jahr 2009, nahm man das erste Album im eigenen WG-Wohnzimmer auf und landete mit „Sport ist ihr Hobby“ und „Morgenrot“ zwei Überraschungsohrwürmer im Ostseeraum, die es bis zu Radio Fritz, Radio 1, Corax, Lohro und weiteren Lokalsendern schafften. TV-Präsenz in Internetformaten und auf der Mattscheibe von TV.Rostock, Mixery Raw Deluxe und Arte.tracks gabs dazu noch obendrauf.
Nach diversen Gigs und Supports von unter anderem Prinz Pi erschien im Folgenden 2012 die EP „Freunde der Sonne“ mit der Videosingle „Kleiner Mann“, die in der Blogosphäre, bei PutPat- und Tide-TV und verschiedenen Kleinfilmfestivals wie dem 19. Rostocker Filmfest (Platz 3 in der Publikumswertung) für Aufmerksamkeit sorgte. Es folgten Gastauftritte bei Rappern wie Marteria oder Ostmaul und gemeinsame Shows mit befreundeten IndiePop-Bands wie Minitimer Katzenposter.
Im Herbst 2011 folgte der erste große Umschwung für die Band: Tom, einer der beiden Frontleute, zieht sich als Sänger der Band in den Hintergrund als Produzent zurück und supportet nun im stillen (aber sehr lauten) Kämmerlein. Solange die Urkulturen aller Volksstämme sich verrechnet haben sollten, entstehen nun gemeinsam neue Songs, denn für 2013 ist ein vollwertiges Sun of a Gun-Album geplant, bei dem ebenfalls Marteria/Marsimoto-, sowie Samy Deluxe-Produzent Dead Rabbit mit im Boot sitzt, um die Kogge in die richtigen Kanäle und Häfen zu lenken. Bis dahin sollen die Bühnen gerockt werden mit einem Sound, der Indie-anern die Friedenspfeife aus dem Mund pustet und HipHoppern den Mut zu öffentlichen Gefühlsoffenbarungen zurück gibt. Die Zukunft wird zeigen, wie viel (Rock) da noch geht!